Nachdem wir uns Samstag Morgen um 6:00 Uhr am Gerätehaus Stukenbrock getroffen haben, um die letzten Sachen zu packen, konnten wir uns um 6:30 auf den Weg in Richtung Kiel machen. Dort angekommen stand unser Schiff, der Zweimastklipper Elegant, bereits für uns bereit, damit wir unsere Unterkunft für die nächsten Tage beziehen konnten. Nach einer Begrüßung durch Nic, unserem Kapitän, und Laura, der Matrosin, startete der Motor und wir stachen in See. Währenddessen bekamen alle eine kurze Einweisung
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in die Kunst des Segelns, sodass kurz darauf die ersten Segel gesetzt werden konnten und wir unter einer milden Brise Richtung Dänemark fuhren. Schon hierbei merkten alle Teilnehmer, dass Segeln ein wahrer Teamsport ist, bei dem jeder gefragt ist.
Am späten Nachmittag fanden wir Zeit unser längst überfälliges Mittagessen zu uns zu nehmen. Es gab Hänchenschnitzel mit Gemüsereis. Als Dessert hat das erste Küchenteam Paradies-Creme in drei verschiedenen Sorten vorbereitet. Das erste selbst gekochte Essen. Und es war richtig lecker. Gegen 16:00 Uhr kamen wir an unserem heutigen Etappen-Ziel an. Der Wind trug uns ins dänische Marstal. Da der Hafen vor Ort recht voll war, blieb uns keine andere Möglichkeit, als in vierter Reihe anzulegen. Das hieß, dass wir immer über drei andere Schiffe laufen mussten, um an Land zu gehen. Infolgedessen blieben wir an Bord und vergnügten uns mit Gesellschaftsspielen.
Bereits um 8:00 Uhr startete der zweite Tag. Nach einem ausgiebigen Frühstück legten wir ab, setzten die Segel und steuerten bei ruhiger See die Insel Lyø an, eine kleine dänische Insel mit gerademal 35 Einwohnern. In dem kleinen idyllischen Hafen, den wir für uns ganz alleine hatten, bot sich die Möglichkeit den naheliegenden Strand zu besuchen. Hier fand dann die traditionelle Aufnahme unserer Neulinge in die Jugendfeuerwehr statt. Sie wurden von den älteren gepackt und samt Kleidung ins Meer geworfen. Daraus folgte eine Badeorgie, bei der fast alle badeten und auch vom Schiff direkt ins Meer springen durften. Abends gab es noch ein Lagerfeuer direkt am Strand.
Der vierte Tag führte uns in eine, für Dänemarks Verhältnisse, große Stadt. Nach einem recht windigen Sageltag, bei dem wir erstmalig richtige Schieflage mit unserem Schiff hatten und das Gehen an Bord nicht ganz so einfach war, liefen wir in Sønderborg ein. Leider schließen die Geschäfte in Dänemark sehr früh (17:00 Uhr), sodass wir die Einkaufsmöglichkeiten nicht wahrnehmen konnten. Diese Chance bot sich jedoch an unserer nächsten Station, die wir am Dienstag ansteuerten. Wir segelten direkt nach Fåborg. Der Tag zeigte sich anfänglich sehr stürmisch mit enormen Schwankungen, sodass wir die frische Seeluft mit einem Hauch von Reisekaugummies genießen mussten, da es einige unter uns gab, denen diese Schunkelei nicht ganz so gut bekam. Dies legte sich jedoch am Nachmittag. Wir konnten erneut bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen auf dem Deck schlummern und uns treiben lassen.